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Evelyn Fink-Mennel
Albanische und alpine Echorufe

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Mitbegründerin des OU Jodelfestes.
Herausgeberin und Autorin von Büchern, Artikeln, CDs zu Themen der Volksmusik in den Alpen und

der Kunstmusik. Geigerin, Forscherin, begeisterte und begeisternde Musikpädagogin, Initiatorin der Radix Musikwerkstätte und so viels mehr...
 

Jodler von drüben und herüben

 

Vor 50 Jahren hatten (auch Berliner) Liedermacher wesentlichen Anteil daran, dass deutschsprachige Volkslieder zurückgeholt werden ins Bewusstsein der öffentlich musikalischen Spielwiese. Der Jodler spielte dabei vorerst zwar keine Rolle, denn sinnstiftende Texte wollten gesungen werden. Die Botschaft sollte direkt verstanden sein. Die Wende kam mit dem Fall der Mauer. Nicht nur politisch. In den 1990er Jahren ermöglichen offene Grenzen unerhörte Klangerlebnisse mit mündlichen Kulturen der Welt. Im Sog einer Betonung der Klangästhetik treten auch regionale Jodelformen vermehrt in die Mitte. Anthropologisch entpuppt sich das Jodeln dabei als ein vielschichtiges Klangbild der Kommunikation ohne Worte: Zur Spielwiese der ungehemmten Ausgelassenheit, der stoischen Ruhe mit Klangwucht tritt auch die inhaltliche Dimension, dem Unaussprechlichen Raum zu geben und es musikalisch zu verarbeiten. Solche Phänomene bringt Evelyn Fink bevorzugt in künstlerischen Projekten zusammen. Beim Berliner Jodelfest stellt sie zwei unterschiedliche, überlieferte Klang- und Bedeutungsdimensionen des Jodlers in den Raum und vielleicht zur Echo-Suite zusammen: Registerwechselnde Gesänge Albaniens (iso-polyphones „Glocken klingen“ und „Echo-Kakophonie“; ein Erlebnis für Ohr und Körper!) und der Alpen („Echo-Euphonie“).

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Ingrid Hammer 
Jodeln Global

Ingrid Hammer ist mit dem Verein urbann yodeling diesjährige Veranstalterin des OU Jodelfestes Berlin 2021.Seit 2007 vermittelt sie in Kursen und Workshops Grundlagen und Varianten des „globalen“ Jodelns. Zusammen mit den TeilnehmerInnen erforscht sie dabei auch die möglicherweise heilsame Wirkung dieses Gesangs.

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Ursula Scribano
Jodeln Global

Ich jodle also bin ich.

Ursula Scribano, Dipl. Schauspielerin (UdK Berlin),  Jodlerin und Stimmtrainerin, lebt und arbeitet seit 1990 in Berlin.

Körper-Stimmarbeit, Erforschen der Vokaltechniken der verschiedenen Jodelregionen,

Jodeln als "Therapeuticum".


Ingrid Hammer und Ursula Scribano machen Besonderheiten und Gemeinsamkeiten verschiedener Jodelregionen hör- und erlebbar (u.a. Appenzell, Muotatal, Kamerun und Finnland), und belegen auf der Grundlage wissenschaftlicher Studien, was alle JodlerInnen intuitiv empfinden: dass Jodeln heilsam ist. Nicht umsonst zählt es zu den ältesten menschlichen Gesangstechniken.

Der Workshop gibt auf lustbetonte Weise Methoden an die Hand resp. die Kehle, sich der Voraussetzungen für den freien Klang bewusster zu werden. 

Ursula Scribano bietet dabei Atem-Stimm –und Improvisationsübungen an, die - von der Kristin Linklater Stimmarbeit inspiriert - darauf abzielen, Verspannungen zu lösen, um in der Anbindung an den lebendigen Atem und dem Zugang zu den Resonanzräumen den persönlichen freien

Stimmausdruck zu finden.  

Ingrid Hammer macht ergänzend eine Form von „Stimm-Yoga“, entwickelt aus verschiedenen Anregungen aus Feldenkrais-, Oberton- und Nada-Yoga-Seminaren und Seminaren zum heilenden Klang der Stimme. Denn Jodeln macht nicht nur glücklich (durch messbar verstärkte Ausschüttung von Oxytocin), es macht/hält auch gesund und stärkt das Immunsystem - grade jetzt können wir das gut gebrauchen! Zudem arbeitet Jodeln mit den Vokalen, die in anderen Kulturen die „heiligen“ genannt werden und die – empirisch nachweislich - eine heilsame Wirkung auf die inneren Organe und die psychische Verfassung von uns Menschen haben. 

Unser Nahziel: viel Freude mit Jodeln!
Unser Fernziel: Jodeln auf Rezept!

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Er ist Gründungsmitglied der Gruppe „MusicAct“ - einem

9-köpfigen Impro-Theaterensemble mit live-Band, des Performance-Trios „Slapstickboys“ und des Vereins "Kompanie Freispiel", der seinen Fokus von Wien aus besonders auf Theater für junges Publikum gelegt hat. Seit 2009 arbeitet er zudem als Rote-Nasen Clowndoktor in der Steiermark. Seit 2011 gibt Siruan Jodel-, Gesangs- und Beatboxworkshops.

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Im Jodeln hat er eine ihm sehr nahe Sprache wiederentdeckt, die es ihm ermöglicht, mit Menschen in Kontakt zu treten und sich im Klang mit ihnen zu treffen. Seit 10 Jahren freut er sich immer noch über jeden und jede einzelne Stimme, mit welcher er musizieren kann.

Siruan Darbandi legt den Schwerpunkt auf das Beatboxen und Markus Prieth wird den Schwerpunkt auf das Jodeln legen. Beide werden wir jodeln und beatboxen. Wir haben für dieses OU Jodelfest Jodler entwickelt welche eine Kombination aus Beatbox und Jodeln vereinen. Die beiden von uns angebotenen Schwerpunkte werden sich nach jeder Einheit in der Großgruppe treffen und gemeinsam die Jodler mit vollen Beatboxanteil und vollen Jodelanteil zusammen legen und die Jodelbox auf den Tanzboden bringen!

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Tamar Buadze
Krimanchuli

Die Sängerin und Chorleiterin Tamar Buadze aus Rustavi/Georgien ist seit ihrer Kindheit mit der georgischen Volksmusik vertraut. Nach ihrem Studium (Fachrichtung Chordirigent) am V. Sarajishvili – Staatlichen Konservatorium Tbilisi gründete sie 2004 den Frauenchor „Tutarchela“ („Mondlicht“).Tutarchela ist der erste reine Frauenchor in Georgien, der an den traditionell männlichen Bastionen der Polyphonie rüttelt und Stücke singt, die traditionell Männern vorbehalten sind.

2001 wurde der georgische Gesang in die erste UNESCO-liste der "Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit" aufgenommen. Er zählt somit zu den kostbarsten Schöpfungen der Menschheit. Alan Lomax, einer der bedeutendsten Folklore- und Musikforscher, bezeichnete Georgien als "the capital of the worlds folk music". Volkslieder und Georgische Choräle weisen einen hohen Grad an Harmonienkomplexität auf mit drei bis vier eigenständigen Stimmen. Die archaischen Tonfolgen sind schlicht und entfalten in der Mehrstimmigkeit eine außergewöhnliche Spannung und Intensität.

Krimanchuli - das georgische Jodeln - ist ein besonderer Gesangstil, der in den Regionen Westgeorgiens (Gurien, Adjarien und Imeretien) weit verbreitet ist und dort von Meistersängern praktiziert und von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Krimanchuli-Gesänge sind Bestandteil des alltäglichen bäuerlichen Lebens und werden sowohl bei der kollektiven Arbeit als auch an der Festtafel und bei Feierlichkeiten gesungen. Sie sind meist dreistimmig, wobei nur eine Stimme „jodelt“.
Tamar Buadze hat ein großes Repertoire an Krimanchuli-Gesängen, an denen sie uns bei ihren Workshops teilhaben lässt. Die Kurssprache ist deutsch.

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Doreen Kutzke
Country Yodelling

Doreen Kutzke ist multidisziplinäre Musikerin, Schauspielerin und Komponistin aus Berlin. Seit ihrer Kindheit (die sie u.a. jodelnd in der dorfeigenen Volksmusikgruppe und dem Armeesportverein im Harz verbracht hat) beschäftigt sie sich mit musikalischen Projekten, wobei der Hauptschwerpunkt stets auf der Arbeit mit der Stimme lag.

Country Yodelling breitete sich im Mitte des 19. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten aus - ausgelöst durch erfolgreiche Gastspiele österreichischer und Schweizer Künstler, die sich etwa „Tyrolese Minstrels“ oder „Alpine Minstrels“ nannten. Bald entwickelte sich im Umfeld von umherziehenden Minstrel- und Vaudeville-Shows ein besonders von Afroamerikanern getragener Jodelstil, der stark von Elementen des Blues, insbesondere des sogenannten Delta Blues angereichert war. Der bekannteste Vertreter dieses Jodelstils wurde in den 1920er Jahren Jimmie Rodgers mit seinen „Blue Yodels“.Die Fusion mehrerer Stilrichtungen gibt dem Country Yodel seine besondere Klangfarbe. Er war immer der Gesang der Hobos, der Wanderarbeiter, der einfachen Leute.In unserem Kurs erlernen wir die besondere Technik des Country Yodel und seine oft auch melancholischen Melodien. Wir werden Blue Yodels singen, sogenannte „Gackle Yodels“ – Jodler mit Tierstimmenimitation -, und die Hayride Jodler von Patsy Montana und den DeZurik Sisters. Und wir werden eigene Country Yodels improvisieren. Frei nach dem Motto: Zu jedem schönen Country Song gehört ein Jodler!

Jodel-Tanke

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Hartwig Hermann
Jodel-Tanke

Hartwig liebt die Kraft der Musik, die Menschen verbindet, Herzen öffnet und Freude ins Leben aller zieht, die sich darauf einlassen. Ins Jodeln ist er speziell verliebt, weil es ihn sofort im Moment glücklich macht und wegen der Verbindung zu den mitjodelnden Menschen um ihn. Er genießt das Miteinander und Zusammenhören, das „Zuwipassen“ von mehreren Stimmen. 

Du bestimmst 

Dieses Konzept ist eine Erfindung von Herbert Krienzer und wurde von ihm in Veranstaltungen des Steirischen Volksliedwerkes in Graz regelmäßig angeboten, jetzt machen das Eva-Maria Hois und Nikola Laube dort. Seit April 2017 wird die Jodler-Tankstelle auch von Hartwig mit dem Jodeltrio Oanano - gemeinsam mit Patricia Bustos und Karin Diaz in Wien praktiziert. Das Publikum gestaltet in diesem Format das Programm: Man kann sich einen Jodler wünschen, den man immer schon lernen wollte, oder eine Stimme eines Jodlers, die im Lernfortschritt noch fehlt. Hartwig wird dann diesen Jodler vermitteln, vorausgesetzt er hat diesen im Repertoire. Jeden Tag vom 2. Bis 7. November wird es 19:30 bis 20:00 im Rahmen des OU Jodelfestes die Möglichkeit geben, Jodler zu tanken, an mindestens einem Abend wird das Trio Oanano auch dabei sein.